LZ-Kommentar vom 10.02.2018: Der Bärendienst

  • Und ich komme nicht mehr, wenn keine Stimmung ist. Da ich meistens der erste bin, der in meinem Freundeskreis zum EVL geht, habe ich eine Multiplikatorwirkung. Kann man doch drehen und wenden wie man will und es kommt nichts dabei raus.

  • Die Becher flogen zunächst mal vom Rosenheimer Block aus, ein getroffener aus dem oberen Bereich des Blocks N hat dann seinen (halb vollen) Becher zurück geworfen und schon ging die Sache los.

    Das gegen Rosenheim war zwar nicht schön, aber wäre die Vorgeschichte nicht, würde da niemand drüber reden.


    Am Freitag werden wir uns auf jeden Fall auf eine gehörige Polizeipräsenz einstellen dürfen und ich hoffe ernsthaft, dass die Deggendorfer Ultras das Hirn haben, Ruhe zu geben. Unsere üblichen Verdächtigen haben sich zumindest beim Rosenheim-Spiel nicht provozieren lassen und die zahlreichen Provokationen komplett ignoriert.


    Zitat


    Und ich komme nicht mehr, wenn keine Stimmung ist.

    Ziemlich erbärmlich....

    Heimat ist da, wo die Dauerkarte ins Drehkreuz passt!

  • Eishockey_Liebhaber :

    Es gab eine Aussprache zwischen Fans und Verein, dabei hat der Verein die aktuellen Folgen des Vorfalls aufgezeigt (z.B. Sicherheitsauflagen) und die Fans ihre Sicht zur einseitigen Berichterstattung dargelegt (z.B. zum Vorwurf von Flaschenwürfen).

    Ein Gespräch mit der Polizei fand bisher nur mit GF/Vorstandschaft statt, mit Fans oder Fanvertretern kam ein Solches bisher nicht zustande (an uns liegt’s sicher nicht), wir versuchen aber bereits ein Gespräch zu vereinbaren.

    Als Fanbeauftragte unterstützen wir die Polizei bei der Aufklärung so gut es geht, z.B. durch Zeugenaussagen und bei der Identifizierung von Personen. In wie weit das auf Deggendorfer Seite auch geschieht kann nur die Kripo beantworten. Zu Rosenheim: es wurden bereits Stadionverbote erteilt und Anzeigen erstattet, die Becherwerfer werden ebenfalls zur Verantwortung gezogen.

    Zum genauen Stand aller Ermittlungen kann ich leider keine Aussagen machen, es liegt jedoch auch in unserem Interesse dass der Vorfall vollständig aufgeklärt wird!


    Generell ist es die Aufgabe der Polizei bei Straftaten zu ermitteln und Personalien festzustellen und der Gerichte, diese zu bestrafen. Wenn wir bei der Aufklärung helfen können machen wir das natürlich. Erst im zweiten Schritt können dann Vereine in Form von Stadionverboten reagieren, hier beraten aber Fanbeauftragte grds. nur und entscheiden nicht darüber.

    Ist deine Frage damit beantwortet?

    Tom

  • Und ich komme nicht mehr, wenn keine Stimmung ist. Da ich meistens der erste bin, der in meinem Freundeskreis zum EVL geht, habe ich eine Multiplikatorwirkung. Kann man doch drehen und wenden wie man will und es kommt nichts dabei raus.

    Ich gehe jetzt mal davon aus dass diese Aussage gebracht wurde um zu verdeutlichen, dass man es nicht Allen gleichzeitig gleich recht machen kann. Das wäre in der Tat die Quadratur des Kreises.


    Der Unterschied besteht doch in der Größe der empfundenen Bedrohung verglichen mit der realen Bedrohung.

    Da spielt meiner Meinung nach auch die bei uns in Deutschand vorherrschende Vollkasko-Mentalität samt Perfektionierungswahn eine Rolle.

    Man wird weder sich selber noch seine Liebsten (Stichwort "Helikoptereltern") vor allem Übel schützen können. Verglichen mit einem Urlaub oder gar einem längeren Aufenthalt in vielen Staaten dieser Erde ist ein Besuch eines Eishockeyspiels hierzulande ein absolut sicheres Vergnügen. Aber wir leben aktuell halt in postfaktischen Zeiten wo das Fühlen gegenüber dem gründlich-logischen Denken oftmals Vorfahrt hat.

  • Also irgendwie komme ich mir bei diesem Zeitungsartikel als Eishockey Fan verdammt verarscht vor! Dieses ganze Geplänkel von wenigen hormongesteuerten Idioten (beiderseits) wird hier hochgepuscht wie der Ausbruch des Dritten Weltkrieges! Ich bin neben Eishockeyfan auch ein sehr aktiver Fan des berühmten und allseit anerkannten rot weißen Fußballclubs in München. Und wir parken immer in Garching. Da wo auch ganz viele Gästefans, die mit dem Auto anreisen, parken. Wir werden bei der Fahrt in das Stadion ALLE in die gleiche U-Bahn ohne Polizeischutz gesteckt. Das ist da auch noch in Ordnung! Aber, dass gleiche passiert auch nach den Spielen!! Wisst ihr wie oft ich bei den Rückfahrten, vor allen bei Gegnern wie Dormund, Schalke, Leipzig, usw.,mich einfach in die hinterste Ecke der U-Bahn gezogen habe, um nicht in die Handgreifichkeiten, die dann oft in handfesten Schlägerein auf den Bahnsteigen enden, zu geraten? Aber da ist es ja ganz egal und auch ok, dass oft sich wirklich hassende gegnerische Fans mit der gleichen U-Bahn fahren und aneinader geraten, weil das ist ja der große FCB! Liest man von solchen Vorfällen in den Medien und wird der FCB angegriffen,weil es ihn nicht kümmert was ausserhalb seines Stadions passiert!? Nur wenn es dauerhaft geschädigte Verletzte gibt, dann wird vielleicht darüber als Randnotiz berichtet. Also was will das Schmierenblatt damit erreichen?

  • Es geht um die Sensationslust der Leser. Eine Schlägerei nachm Fußball ist nichts besonderes, passiert jedes Wochenende.

    Und wenn man bei der Titelstory um marodierende Irre bei den unschuldigen Heiligen in Deggendorf noch dem EVL ein bisschen schaden kann, wird das zumindest einem gewissen Schreiberling des Schundblattes nicht unrecht gewesen sein....

    Heimat ist da, wo die Dauerkarte ins Drehkreuz passt!

  • Ich denke auch, dass die Berichterstattung und das, was jetzt immer noch daraus gemacht wird (auch von einigen Vorschreibern hier) völlig überzogen ist. natürlich haben derartige Vorfälle bei Sportveranstaltung gleich welcher Art nicht verloren und auch die Übeltäter sollten sich tunlichst von Sportveranstaltungen fernhalten, aber was hier aus den unerfreulichen Vorfällen gemacht wird, kann man nur noch als maßlos übertrieben bezeichnen. Diese Berichterstattung schadet dem Eishockey mindestens genauso viel, wie die Vorfälle als solche. Die Schreiber sollten auch mal darüber nachdenken, was sie mit ihrer "objektiven" Berichterstattung für Schäden anrichten.

    Die ganze Debatte gehört schleunigst beendet (auch Lokalpolitiker sollten sich überlegen, ob man derartigen Unfug für publikumswirksame Auftritte unbedingt nutzen muss...)