Beiträge von goaßvernichter

    Mal ne Frage, hat der Jirik noch Vertrag für die nächste Saison, oder "nur" als Nachwuchstrainer. (Wenn noch Vertrag, wäre eine Quelle in schriftlicher Form toll :D)

    Gegen Ende des ersten Drittels ist Zimmermann angeblich mit Leistenbeschwerden vom Eis.

    Weiß jemand mehr? Wird er länger fehlen?

    Da wirst du keine weitere Antwort erhalten... höchstens wie in der NHL "Lower-body injury".


    Aber noch ein anderer Punkt: ein Linesman ist gestern mit einer Kamera um die Brust herumgefahren. Was hat es damit auf sich? War das zur Beurteilung der Leistungen oder welchen Sinn erfüllte die?

    Es wird interessant sein, was für Gründe vorliegen, für die Nichtberücksichtigung. Da gibt's so viel wie Sand am Meer (ein Hoch auf St. Bürokratius ;)). Ich hoffe mal, das man es nicht selbst versemmelt hat. Einspruch gegen diese Entscheidung können die Verantwortlichen auch einlegen.

    Wie genau die Unterlagen in Rübenhausen aussahen steht wieder auf einem anderen Blatt....

    Gratulation ans Team, alle Verantwortlichen... geht Kraft schöpfen und weiter gehts :prost::respekt:

    Vllt. macht Herr Kammerer einen kleinen Ausflug und schaut sich Spiel 5 unseres zukünftigen Gegners an. Auch ein kleiner Mannschaftsausflug zur "Belohnung" für die guten Leistungen wäre was ;)

    (gut, ich bin mir sicher, dass sich die Herrn aus der Chefetage der Scorpions was einfallen lassen, damit das nicht gelingt... am Platz in der Halle dürfte es nicht scheitern:*)

    Mit 37 bestreitet Tomas Kurka seine dritte Spielzeit für die Rostocker. 18 Tore und 38 Vorlagen gelangen ihm in 47 Spielen. Neben der NHL und der AHL finden Statistiker Stationen in der Liiga in Finnland, dem schweizer Unterhaus, der DEL, VHL oder EIHL vor. Lange Jahre war er zudem in Tschechiens höchster Liga und anderen Spielklassen unterwegs. Für den 31 Jahre alten Michal Bezouska ist die OLN seine zweite Heimat. Anders als sein Landsmann Kurka war er zuvor nur in seinem Heimatland tätig, wo er Anstellungen in der zweiten und dritten Liga annahm. Seit 2011 ist er Deutschland tätig und fuhr statistisch immer mehr als einen Punkt pro Spiel für seinen Arbeitgeber ein. Greg Classen ist noch ein paar Jährchen älter. 41 Geburtstage feierte er schon, doch der Puck ist noch immer seine große Liebe. Jedes Jahr wieder zeigt er dies. Ihm gelangen in der regulären Spielzeit 13 Buden und 33 mal war er vorbereitend tätig. Neben seinen spielerischen Qualität ist er so wertvoll, da er keine Ausländerstelle besetzt. Auch er war schon in der DEL und DEL2 auf Punktejagd. Finnland war im ebenfalls ein Abenteuer wert. Bei den Eidgenossen spielte er in den beiden obersten Ligen, bevor er sich wieder auf den Weg nach Deutschland machte und sich beispielsweise dem Landshuter Erzrivalen Rosenheim anschloss.



    Es ist schwer vorauszusagen, wie die Spiele ablaufen. Doch klar dürfte sein, dass Landshut als deutlicher Favorit in die Duelle geht. Der Kader ist wesentlich breiter besetzt, weshalb Ausfälle leichter kompensierbar sind und sich ein höheres Tempo bei den einzelnen Shifts anschlagen lässt. Laut DEB sind nur 11 Stürmer für die Norddeutschen am Start. Interessant wird ebenfalls, wie jedes Team die anstrengende Fahrt aus den Beinen bekommt, das sind die Anfangsphasen von besonderer Bedeutung. Wer hier als Heimteam Druck aufbaut und diesen in Tore ummünzt, macht die Beine seines Gegners noch schwerer. Geht die Serie über die volle Länge, dann ist eine Auswärtsfahrt weniger ein entscheidender Vorteil. Auch die Kadertiefe ist dann ein zusätzlicher Pluspunkt. So leistet sich der EVL den „Luxus“ eines dritten Ausländers. (Nein, meine Herrschaften, sich schreibe „drei“ und nicht „vier“, Wrigley zählt nicht!!!!). Ruhe muss in der Mannschaft sein, dies gelingt nur, wenn es eine klare Ansage des Coachs bzgl. des Lineups da ist. Die Herangehensweise der Rostocker dürfe interessant werde, da sie viele Strafen bis jetzt zogen und die Specialteams durchschnittlich sind. Diese sind wohl noch wichtiger als der Heimvorteil, weshalb die Disziplin ein Schlüssel zum Sieg sein wird. Die jeder muss sich also im Griff haben und keine unnötigen Nachdenkpausen ziehen. Auch die jungen Goalies müssen mit der Gesamtsituation erst umgehen. Keiner von ihnen hat wirkliche Erfahrungen, was den Druck noch weiter vergrößert. Sie müssen schnellstmöglich ihre Sicherheit finden, was durch souveräne Saves in der Anfangsphase sich leicht erzielen lässt. Das Körperspiel haben beide Mannschaften drauf, nur sauber und ohne Strafen muss es ablaufen. Hier könnte für Rostock eine kleine Chance bestehen, wenn sie damit den Spielfluss des EVL zerstören.


    Auf friedliche, freundschaftliche, sportliche, faire und spannende Duelle!!!

    So, dann wollen wir mal.... Die rosarote Vereinsbrille ist zur Seite gelegt und sicher verstaut. Also mal ein Versuch mit Objektivität.



    Wir können aber trotzdem auf die Pauke hauen, denn es ist

    das Duell einiger Ex-NHL-Spieler.
    Wer hat das schon in der Oberliga?


    Rostock hat da einen kleinen Vorteil. Mit Greg Classen (90 Spiele) und Tomas Kurka (17 Einsätze) haben die Norddeutschen gleich zwei Männer in ihren Reihen, die in der besten Liga der Welt angetreten sind. Bei den Niederbayern ist es der nachverpflichtete Tomas Plihal, der sich als Glücksgriff herausgestellt und die bemängelte Lücke auf der Center-Position ausfüllt.



    Bei den körperlichen Attributen liegen die Rostocker ebenfalls vorne. 1,83 m sind die Jungs von der Ostsee durchschnittlich groß, 27,58 Jahre alt und wiegen dabei 85,47 kg. Die Landshuter sind etwas mehr als einen Zentimeter kleiner, kommen auf 82,55 kg und ein Durchschnittalter von 24,76 Jahren.



    In der Meisterrunde hat sich herausgestellt, dass das Unterzahlspiel weiterhin die Paradedisziplin der Jungs von der Isar ist. Sie kommen auf eine hervorragende Killingquote von 95,5 % und erzielten dabei noch zwei Unterzahltreffer. Rechnet man diese mit den drei Powerplaytoren gegen, dann stehen sogar 98,48 % zu Buche. Rostock hat in der abgelaufenen Hauptrunde einen Wert von 82,5 % vorzuweisen, was dem vierten Platz ligaweit entspricht. In Überzahl liegt der EVL auf den Bronzeplatz. 22,7 % aller Gelegenheiten mit einem Mann wurden verwertet. Die Nordmänner aus Mecklenburg-Vorpommern konnten 16,2 % aller Situationen in einen Treffer umwandeln.



    Die gesammelten Strafminuten weisen drauf hin, dass die Piranhas dort ein gewaltiges Defizit haben. Nur die Indianer aus Hannover saßen öfter in der „Kühlbox“. Beim Südligisten sieht es dagegen anders aus. Nur Lindau und Sonthofen sammelten weniger Strafminuten während der Meisterschaftsrunde.



    Die Fans dürfen im Tor ein Duell der Jungspunde erwarten. Ausgeglichen ist dabei die Situation der Nordvertreter, wenn der Interessierte den Zahlen trauen darf. Der 21 Jahre alte Jan Dalgic musste rechnerisch pro Spiel 3,22-mal hinter sich fassen. Er stammt aus dem Nachwuchs der Kölner Haie und absolvierte diese Saison 25 Spiele. Der um ein Jährchen ältere Jakub Urbisch kommt auf einen Gegentorschnitt von 3,58 bei gleich vielen Einsätzen. Er kennt die Oberliga Süd, da er in der letzten Spielzeit in Regensburg zum Einsatz kam, wobei er bei neun Spielen durchschnittlich 4,10 Tore hinnehmen durfte. Seine Ausbildung genoss er in Tschechien, wo er in den Ligen 1, 3 und 4 auf dem Eisstand. Der klare Starter bei den Landshutern ist Patrick Berger. Der 21jährige deutete sein Talent schon in den letzten zwei Jahren an und ist nun gesetzt. Besonders in der Meisterrunde spielte er stark und konstant. Stürmer überwanden ihn pro Spiel nur 2,14-mal, wobei er beispielsweise die letzen beide Spieltage gegentorfrei blieb. Es ist daher nicht verwunderlich, dass höherklassige Vereine einen Blick auf ihn werfen. Maximilian Englbrecht komplettiert das Duo. Er verletzte sich in der Vorbereitung an den Adduktoren und kämpfte sich wieder heran. Leider absolvierte er nur wenige Spiele, wobei der 2,74 Treffer bei ihm einschlugen.



    Die Verteidigung der Jungs von Übungsleiter Kammerer ist breit aufgestellt. Sieben Mann kämpfen um die (meist) sechs Startplätze. Klarer Leader ist dabei Rückkehrer Elia Ostwald, der sich mit dem Verein identifiziert und die Stadt in sein Herz geschlossen hat. Der Hüne ist mit seinen zwei Metern und 110 Kilo der Turm in der Schlacht, auch wenn er seinen Körper doch mehr einsetzen könnte. In Über- und Unterzahl ist er gesetzt. Seine große Reichweite ist dabei sein primärer Pluspunkt. Ebenfalls verfügt er über einen guten Schuss und jede Menge Übersicht sowie Ruhe am Spielgerät. 3 Tore und 35 Vorlagen sammelte er in 50 Partien. Zweifel hatten die Zuschauer an der Leistungsfähigkeit von Stephan Kronthaler. Die letzten Jahre verliefen für ihn mehr als unbefriedigend. Der endgültige Durchbruch in der DEL blieb im verwehrt, auch Engagements in der DEL2 verliefen nicht nach Wunsch, weshalb er sich seinem Heimatverein wieder anschloss. Hier steigerte er sich im Verlauf der Saison immer mehr und brachte dabei die Hartgummischeibe ein halbes Dutzend mal an den gegnerischen Goalies vorbei und verhalf zu 22 weiteren Buden. Luca Zitterbart war in der letzten Spielzeit noch im Sturm eingesetzt, doch ist nun für die Defensive zuständig. Für ihn ist diese Position kein ungewohntes Terrain, da er schon in den diversen Nachwuchsnationalmannschaften des DEB hier auflief. Sein offensives Potenzial deutet er immer wieder an, wenn er mit Einzelaktionen den Puck ins gegnerische Drittel trägt und so das Offensivspiel ankurbelt. Ein eigener Treffer und 25 Assists sprangen dabei für ihn heraus. Seine nur 1,73 m macht er mit Einsatz und gutem Timing wieder wett, auch fährt er gerne Checks zu Ende. Mario Zimmermann ist der Aufsteiger in der Verteidigung. Er kam aus Rosenheim und überzeugte in der DNL der Niederbayern, weshalb eine Kadernominierung die logische Konsequenz war. Besonders seine Gefahr vor dem gegnerischen Tor beweist er immer wieder. In 27 Partien netzte er sechsmal selbst ein und legte zwölf weitere Buden vor. 1,70 sind nicht gerade das Gardemaß für einen Verteidiger, doch durch sein intelligentes Stellungsspiel und Spielverständnis ist er immer an der richtigen Stelle. Auch seine großartige Technik bewahrt ihn vor Schwierigkeiten. Pucks verspringen ihm nur selten und er spielt diese sauber sowie schnell heraus.



    Dass Alter nicht vor Leistung schützt, beweist Andrei Telyukin schon seit Jahren. 42 Lenze zählt er nun und blickt auf eine bewegte Vergangenheit zurück, der er sportlich zumeist in Deutschland bestritt. Die vier obersten Ligen waren und sind vor ihm nicht sicher, wobei er, mit wenigen Ausnahmen, immer eine gute Punkteausbeute lieferte. Auch die KHL und die VHL stehen in seiner Vita. Norddeutschland scheint es ihm dabei besonders angetan zu haben, wenn man seine Stationen rekapituliert. Auch in diesem Jahr war er wieder in der gegnerischen Zone erfolgreich. Sieben eigene Treffer und 30 Beihilfen sprechen für sich selbst. Marc Kohl blickt auf eine lange Vergangenheit in der DEL2 zurück und hat sich nun den gefräßigen Fischen angeschlossen. 14 Punkte (2/12) stehen in den Büchern für den Mann, der eigentlich ein Defensivspezialist ist und gute +/- Werte aufweist. Petr Gulda hat den Namen „EV Landshut“ zu Hause bestimmt schon in seiner Jugend oft gehört, ist der doch Sohn der EVL-Legende Peter Gulda. Der Allrounder ist zum Sturm und der Verteidigung daheim. Er kennt die Süd- und Nordstaffel genau, da er für Teams aus Nord und Süd schon seine Schlittschuhe schnürte. Während dieser Spielezeit wechselte er von Waldkraiburg nach Rostock, weshalb er das Ligenniveau und die Herangehensweise der Südvertreter besonders gut kennt. Kombiniert erarbeitete er sich 4 eigene Tore und 23 Torbeteiligungen.



    Die „Abteilung Attacke“ des niederbayerischen Traditionsvereins ist sowohl quantitativ und qualitativ breit aufgestellt. 19 Stürmer waren im Einsatz, deuteten dabei ihr Talent an, überraschten positiv, zeigten die erwarteten Leistungen oder halfen wie im Fall von Vitali Stähle in einer schweren Phase aus. Kapitän und Eigengewächs Maximilian Forster darf sich als Topscorer seines Klubs feiern lassen. In 50 Auftritten netzte er 25 mal ein und legte 37 mal auf. Er steht in allein Situationen auf dem Eis und führt die zweite Sturmreihe an. Eigentlich ist er ein eher defensiv eingestellter Stürmer, doch in der Oberliga ist sein Angriffspotenzial ebenfalls eine Waffe. Sein Zweikampfverhalten ist sehr gut, weshalb er zusätzlich wenig Strafen zieht. Miroslav Horava ist seit Saisonbeginn bei den Landshutern und absolvierte 42 Begegnungen, bei denen er 23 Tor erzielte und 33 auflegte. Durch die Nachverpflichtung von Tomas Plihal saß er einige Spiele auf der Tribüne, doch wenn er zum Einsatz kommt, dann zeigt er seine ganze Klasse. Er ist technisch beschlagen, verfügt mit 36 noch immer über einen guten Speed und hat Zug zum Tor. Eine gewisse Eigensinnigkeit ist bei ihm erkennbar, die man ihm dann zum Vorwurf macht, wenn seine Aktionen nicht funktionieren. Klappen sie, ist ihm der Applaus des Publikums sicher. Marc Schmidpeter kehrte nach Ausflügen in die DEL und DEL2 (wo er auch schon für den EVL spielte) zu seinem Heimatverein zurück und empfiehlt sich durch seine ausgezeichneten Leistungen für höhere Aufgaben. Er ist ein Torjäger, der mit einem gefährlichen und akkuraten Schuss ausgestattet ist. Mit seinen 27 Buden ist er der beste Torschütze seines Teams. Zusätzlich gelangen ihm 24 Vorlagen in nur 39 Spielen und das mit 24 Jahren. Julien Pelletier ist erst 22 doch trotzdem belegt er eine der wertvollen Konti-Stellen. Im letzten Jahr lief er noch im Dress der Moskitos aus Essen auf. Dort machte er mit 67 Zählern in 40 Partien in seiner ersten Senioren-Spielzeit auf sich aufmerksam. Zuvor spielte er in der QMHL, eine der besten Nachwuchsligen, die es im Eishockey gibt. 2014 drafteten ihn die Columbus Blue Jackets, was ein weiterer Nachweis für seine Klasse und sein Leistungsvermögen ist. Er plagte sich mit Startschwierigkeiten herum und fand seinen Platz oft nur in der dritten Sturmformation, doch seit Jahreswechsel und der Nachverpflichtung von Tomas Plihal, der ein ausgezeichneter Bullyspieler und Regisseur ist, ging es mit ihm bergauf. Böse Zungen behaupteten gar, dass er ein „typischer Kanadier“ ist, der erst kurz vor oder zu den Playoffs richtig auftrumpft. Er besitzt das ganze Repertoire. Läuferisch ist er gut, sein Abschluss lässt sich sehen, die Stocktechnik ist überdurchschnittlich. Nur an seinem Passspiel muss er noch arbeiten.

    Puh... es ist momentan wirklich schwer, sich das anzusehen, was manchmal auf dem Eis von unseren Jungs geboten wird.


    Doch ich habe bemerkt, dass hier Hirn und Herz einfach nicht zusammenpassen. Warum ist das so?

    Wie schon angesprochen, ist die Meisterrunde nicht ganz so spannend, was sich auch auf die Ergebnisse auswirkt. Wir werden wohl den dritten Platz behalten und müssen diesen festigen. Nach oben (9 bzw. 10 Punkte) und nach unten (6 Punkte auf Rosenheim) sind die Abstände deutlich, wenn auch nicht unüberbrückbar.


    Erstes Ziel in dieser Phase sollte sein, dass wir uns keine weiteren Verletzten einfangen und unnötige Sperren/Strafen vermeiden. Dann gibt es noch einen weiteren Punkt, den wir nicht übersehen dürfen. Die beiden Abstreiters und da Hofi als Langzeitverletzte müssen erst wieder Spielpraxis bekommen, Kondition aufbauen und Selbstvertrauen finden. Reihen müssen dafür umgebaut werden, was auch dazu führt, dass die Abläufe einfach nicht mehr stimmen. Dazu mit Plihal ein Neuzugang und mit Schmidpeter und Pelletier zwei neue Ausfälle. Schon beginnt wieder die Reihen-Lotterie.


    Das führt mich zu weiteren Aspekten. Plihal ist nun in der ersten Linie. Nur so richtig verstehe ich seine Aufgabe nicht. Ein Beispiel: beim Eröffnungsbully spielt er Flügel. Was ich gesehen habe, spielt Forster zumeist die Anspiele in der neutralen Zone. Im eigenen und gegnerischen Drittel dann Plihal, der die Scheibe fast schon wie auf der Playstation gewinnt. Dabei fällt auf, dass die Absprache in der Verteidigung nicht passt. Missverständnisse passieren, weil keiner so richtig weiß, wer jetzt die Pille nehmen soll. So haben wir uns schon 2-3 Konter gefangen, obwohl wir nur ein paar Meter vom gegnerischen Kasten entfernt waren. Hier muss man ansetzen. So kommt es zu noch mehr Spielkontrolle und draus resultieren mehr Torchancen. (Btw.: kurze Frage an die Regelexperten: gibt es noch die Regel, dass der zweite unkorrekte Anspielversuch bei einem Bully mit „Spielverzögerung“ bestraft wird?? Daraus lässt sich nämlich eine taktische Variante erstellen, die andere (höherklassigere) Teams manchmal nutzen.)


    Auch beim Spielsystem sehe ich noch Verbesserungspotenzial. Wir fallen einfach wieder in die alten Schemata zurück: hoch an die Blaue, schießen und hoffen, dass jemand abfälscht. Dieses Ballern aus spitzem Winkel ist auch so eine Sache, die nicht zur Effizienz beiträgt. Mit Mario Zimmermann haben wir eine Art „Quarterback“ im PP, der neben Ostwald einen super Job macht. Schon jetzt zieht er die Überzahl auf und hat die meisten Tore unserer Verteidiger. Auf der einen Seite macht das Freude, wenn ein Jungspund so einschlägt. Andererseits sollte etablierte Kräfte diese Aufgabe übernehmen.

    Ein weiterer AL-Spieler bietet weitere Möglichkeiten, doch leider auch Probleme. Das merkt man schon jetzt: bei Horava läufts nicht so... schon geht die Diskussion los, ob nicht Pelletier die bessere Wahl ist usw. ..... Diese Herausforderung muss der Trainer in den Griff bekommen und INTERN klar kommunizieren.


    Nun mal zum Zahlenmaterial: Wir haben die (geteilt) zweitbeste Abwehr (mit dem Tabellenführer Regensburg) und den drittbesten Sturm. Sowie die drittbeste Tordifferenz. Im PP belegen wir Platz vier (was kaum zu glauben ist) und in Unterzahl führen wird die Liga an. Zusätzlich kassieren wir die zweitwenigsten Strafen mit 10,3 Minuten pro Spiel. Bei den Shorthandern liegen wir mit „3“ im Mittelfeld. Zusätzlich haben wir die wenigsten Powerplaytore gefressen.


    So dann mal weiter, was zu den Torhütern führt. Berger belegt hier ebenfalls den Bronzerang und das mit 21. Dabei ist das seine erste „volle“ Saison als Nr. 1. Er hat noch nie mehr als 18 Spiele im Seniorenbereich gemacht und bei den Junioren maximal 35. Der Gegentorschnitt von 2,44 ist beachtlich. Klar macht er noch einige Fehler. Da ihm ein Mann fehlt, der wirklich über höherklassige Erfahrung verfügt und sein Wissen mit ihm teilen kann, hat er einen großen Nachteil. Englbrecht hat mit sich selbst zu kämpfen und übt auch zu wenig Druck aus, welcher den Konkurrenzkampf befeuert und neue Höchstleistungen ermöglicht. Mit Martin Cinibulk haben wir einen Experten in unseren Reihen, doch es ist ein Unterschied, ob jemand etwas theoretisch erklärt oder in der Praxis rüberbringt. Er scheint etwas überspielt zu sein und eine Pause wäre für ihn nicht schlecht, dafür muss aber Englbrecht überzeugen.

    Es stehen also noch einige Fragen im Raum, die der Trainer lösen muss:

    • mehr Kreativität im Angriff
    • die Reihen passend zusammenstellen und sich einspielen lassen.

    i. Wo spielt Plihal wenn Schmidpeter wieder da ist?

    ii. Was passiert mit Forster?

    iii. Wie geht es mit Pelletier weiter?

    iv. Wen stellt man neben Hof und Absche?

    v. Kommt Jirik auch noch zurück (mit 100%iger Sicherheit!!)

    vi. Wer wird dann 13. Stürmer (Trinkberger??)

    vii. 14 Stürmer stehen zur Verfügung, wenn Jirik fit ist (15 mit Zitterbart). Jeder muss dann bei Laune gehalten werden.


    Insgesamt gibt es wohl jedoch kein Team, bei dem alles perfekt läuft. NOCH hab ich die Hoffnung auch nicht verloren, dass einige Mechanismen besser klicken. Die mangelnde Effizienz hingegen stimmt bedenklich. Aspekte wie die wenigen Strafen und insgesamt wenigen Gegentore sprechen für einen Erfolg in den Playoffs.


    Wem das zu viel zu lesen ist, der kann Twitter nutzen:D:D

    Pavlov hat es in der PK erklärt, was seine Beweggründe waren.

    Er bemängelt grundsätzlich die Schiedsrichterausbildung in der OL.

    In einem (sorry den Ausdruck) international eher zweitklassigen Eishockeynation (jaaaa, wir hatten Olympia... spielen A-WM...) in der dritten Liga, eine erstklassige Schiedsrichterleistung zu erwarten.... und heute waren da keine offensichtlichen/objektiven Fehler drin... subjektiv sieht das schon wieder anders aus ?(

    NUR: eine erstklassige Reaktion war das auch nicht, Herr Pavlov:popcorn::popcorn:

    Was kommt als nächstes, wenn was nicht passt? (bin auf kreative Antworten gespannt :prost:)